Trailmarathon Heidelberg
  18.10.2021

Immer mehr Läuferinnen und Läufer entdecken die Schönheit der Trailläufe für sich. Waldwege und kleine Pfade in wunderschöner Natur, statt Asphalt in den Städten. So hatten sich für den Trailmarathon in Heidelberg am Tag der deutschen Einheit Michaela Rahm, Gunther Krapf, Oliver Hees und Bernd Göhner angemeldet. Angeblich soll der Lauf 1.500 Höhenmeter haben, was ja aber in Heidelberg fast nicht sein kann, so die Diskussion auf der Hinfahrt.

Start und Ziel des Laufs ist mitten in der Heidelberger Altstadt am Karlsplatz. Von dort gingen 180 Läuferinnen und Läufer auf die 42 km lange Marathonstrecke. Schon kurz nach dem Start überquert man den Neckar und dann geht es steil hoch zum Philosophenweg, von dem sich ein schöner Blick auf das Schloss und die Altstadt bietet. Weiter geht es steil bergan zum Heiligenberg, wo man die Thingstätte, eine Amphitheateranlage, mit ihren 178 Stufen durchläuft. Auch dort lohnt ein Blick zurück in die herrliche Landschaft. Nach dem Heiligenberg kommt die erste Downhill-Passage, die so richtig Laune macht: auf schmalen Waldpfaden zu Tale sausen, einfach laufen lassen. Herrlich!

Auf den nächsten 10 Kilometern ging es fast stetig bergauf zum Weißen Stein, wo nach 17 km der höchste Punkt der Strecke und endlich auch die erste Verpflegungsstation erreicht war. Das Angebot des VP war aber leider enttäuschend. Dann wieder abwärts, rauf und runter, teils lange, verblockte und steile Trail-Passagen, sehr bewegtes Höhenprofil bis zum Stift Neuburg am Neckar, wo bei km 28 die lang ersehnte 2. VP kam. Ein kurzes Stück entlang des Neckars, über die Brücke und zunächst steil und dann hammermäßig steil bergauf. Schluss mit der Heidelberger Romantik. Hier ist der mit Abstand härteste Trail des Marathon: Über Naturstufen, Felskanten und Geröllsteine geht es die Himmelsleiter hinauf zum Königstuhl.

Der nächste VP ließ leider auf sich warten, aber zum Glück war da die Bergstation der Heidelberger Bergbahn, in deren Gartenwirtschaft schnell ein Spezi eingeworfen wurde. Dann auf steinigen, verwurzelten Trails wieder steil hinunter, jetzt bloß nicht stolpern. Wenn man das Schloss erreicht, ist es fast geschafft. Noch ein paar Altstadtgassen und wieder zum Karlsplatz, wo beim Zieleinlauf eine super Stimmung war und endlich auch eine richtige Stärkung wartete.

Ergebnisse:
Platz      Name                       Zeit                    AK-Platz 

W 31.     Michaela Rahm        5:58:13 Std.       W45 Pl. 5
M 36.     Gunther Krapf           4:44:36 Std.       M50 Pl. 4
M 54.     Oliver Hees               4:59:59 Std.       M45 Pl. 9
M 94.     Bernd Göhner           5:39:16 Std.       M55 Pl. 4

Unser Fazit: ein sehr schöner, anspruchsvoller Lauf, der die versprochenen Höhenmeter auch tatsächlich hat. Schade war die Verpflegungssituation unterwegs mit nur 3 VP, an denen es fast nichts gab. Das war leider völlig unzureichend und wurde vom Veranstalter wenig einleuchtend mit Corona begründet.

erstellt von Bernd Göhner