TorTour de Ruhr (TTdR) 160 km – mein erster 100-Meilenlauf
  05.06.2022

Der Erlebnisbereicht von Uli Maier:

Die letzten Wochen vor der TTdR 2022 bin ich in einem Gefühls-Wirr-Warr. Eine Mischung aus großem Respekt vor der körperlichen Belastung, sowie riesiger Vorfreude begleitet mich ständig. Entsprechend froh bin ich, als der Tag X endlich da ist. 

Morgens um 8h00 holt mich meine Begleit-Crew zuhause ab (meine Schwester Anett und ihr Mann Fossi). Es gibt zwar einige offizielle Verpflegungspunkte, aber der Lauf ist ein „Selbstversorgungslauf“ und ohne eigene Crew, die einen auf der Strecke versorgt, wird man nicht für den Start zugelassen. 13h00, an Ort und Stelle angekommen mache ich auf dem Parkplatz im Auto, Rücksitze sind zu großer Liegefläche umgeklappt, noch ein ausgiebiges Nickerchen.
Als ich gegen 15h30 einchecke und meine Startnummer abhole, treffe ich kurz danach Kalle, der, in Führung liegend bei den 230km-Startern, bereits seine ersten 70km auf der Uhr hat. Er ist in Winterberg an der Ruhrquelle mit dem 230km-Hauptlauf heute um 8h00 gestartet. Ich starte 18h in Arnsberg. Die gesamte Strecke führt entlang des Flusses „Ruhr“ und bei mir sind es bis zur Mündung in den Rhein beim Rheinorange 160,9km.

Ich bin schon ganz hibbelig. Dann endlich: Countdown aus dem Lautsprecher – es geht los. Ich starte irgendwo im Mittelfeld. Zuerst führt die Strecke auf einen 13,7km-Prolog, d.h. eine kleine „extra“ Schleife damit die 100 Meilen bis zur Ruhrmündung auch zusammenkommen. Es ist der einzige Teil der Strecke bei dem es nennenswerte Höhenmeter gibt, aber was sind schon 160m auf knapp 14km, wenn man regelmäßig im Schurwald rauf und runter läuft... Aber so denke anscheinend nur ich, denn bereits bei der ersten Steigung gehen plötzlich alle und ich muss innerlich mehrmals tief durchatmen um die Ruhe zu bewahren. Überholen geht nicht, da der Weg zu schmal ist. Dann endlich, der Weg wird breiter bei minimalem Anstieg. Ich laufe rund 6:15min/km und überhole einen nach dem anderen. Ab km7 bin ich Teil einer 4-köpfigen Gruppe, die vorneweg läuft. Ich atme auf und werde ruhiger. Es ist mittlerweile eben und wir laufen jetzt in für mich sehr angenehmen 6min/km.
Die nächsten km, ich bin bereits auf der Hauptstrecke, sind „ereignislos“ und ich kann die landschaftlich schöne Strecke mit verträumten Bachläufen, Wiesen und Wäldern, alten Gehöften, einfach genießen. Bei km22 erwarten mich Anett und Fossi zu meinem ersten Verpflegungspunkt (VP). Mir geht es blendend. Kurz einen Haferriegel essen und 5min im Auto flach liegen. Weiter. Etwas später. Sonnenuntergang. Zahllose Froschkonzerte begleiten mich auf meinem Weg durch eine grüne Landschaft. Bin ich wirklich im Ruhrgebiet? Hier sollen doch so viele Städte sein!?! Wo sind die? Ab und zu mal ein Dorf. Es ist ein ähnlicher Wald-Wiesen-Mix wie im Schurwald. Ich sauge die Stimmung in mir auf – aaah, tut das gut !

Mittlerweile ist es stockdunkel. Uhrzeit? Keine Ahnung, egal. Ich fühle mich gut, die Temperatur ist angenehm mild und das Laufen geht leicht als ich bei km45,5 beim ersten offiziellen VP irgendwo im Nirgendwo ankomme. Wunderschön gemacht – ich laufe die letzten 100m in einer „Fackelallee“ – richtig stimmungsvoll! Zu essen gibt es alles was ein Läuferherz begehrt. In der Ausschreibung stand „… ein Lauf von Läufern für Läufer …“. Das zeigt sich hier am Buffet. Es gibt nur Dinge von denen ich weiß, dass sie jemand mag. Die Auswahl ist riesig und ich werde auch fündig: Pellkartoffeln mit Salz. Perfekt! Noch ein kurzes Schwätzchen halten und weiter. Am nächsten offiziellen VP „Kanuclub Hagen“ bei km63,9 laufe ich vorbei. Ich bin so bei mir und der Stille der Nacht, dass ich ihn erst registriere als mir jemand hinterherruft… uuups, umdrehen und zurück. Mir wird ein verwinkelter Weg im Kanuclub gezeigt, wo im ersten Stock wieder „Das Buffet“ wartet“. Ich habe noch immer Lust auf Salzkartoffeln. Meine Müsliriegel schmecken mir nicht mehr – eigentlich komisch, das war noch nie so. Mir wird ein Vitamalz angeboten – ein großes Fragezeichen über meinem Kopf erscheint. Ich bin skeptisch, aber ich probiere vorsichtig ein bisschen – dann, warten was mein Körper dazu sagt, ein zwei Sekunden  – und, dann der Hammer: Die Antwort ist so was von „JA!“. Da muss irgendwas drin sein was mein Körper genau jetzt braucht. Im Handumdrehen leere ich die Flasche! Mittlerweile bin ich schweißnass, liegt wahrscheinlich an der warmen stickigen Luft hier drin. Draußen beim Laufen war ich quasi trocken… aber es ist eh Zeit zum Weiterlaufen. Nach 1km ist der Schweiß wieder abgetrocknet.

Die km kommen und gehen, mittlerweile km76 und das Laufen geht noch immer leicht, nach wie vor zw. 6:00 und 6:30min/km im Schnitt. Seit einigen km hätte ich einen VP mit Anett und Fossi haben sollen. Ich mache einen Notstopp. Mein Wasser ist fast leer und ich habe kaum noch Energie. Ich rufe Anett an – niemand geht ans Handy??? Hääh, was ist da los? Ist denen was zugestoßen? Normalerweise warten sie am Straßenrand und ich sehe sie, aber ich habe sie nirgends gesehen. Was mache ich jetzt? Mein Handyakku ist fast leer und muss dringend aufgeladen werden, ich habe nichts mehr zu essen und fast nichts zu trinken. Aber: Drei andere Crews sind ebenfalls hier am Waldrand und warten auf ihre Läufer. Ich spreche eine an und bekomme Wasser, Waffeln und Vitamalz. OK, Grundbedürfnisse befriedigt. Neuer Telefonversuch. Diesmal geht Anett ans Telefon. Sie warten auf mich – hmmm ☹. Wir haben uns verpasst. Doppel-hmmm ☹☹. Ich bin gut 30min schneller als geplant und sie waren noch nicht an der Strecke postiert, als ich vorbeikam... Ich schicke per whatsapp meinen Standort – 10min später sind sie da. Also Handy aufladen, ein trockenes Oberteil anziehen, eine Salztablette in die eine 0,5L-Flasche, Isostar in die andere, ein bisschen flach liegen. Und weiter.

Es ist jetzt deutlich kühler. Morgendämmerung. Überall ist zu hören, dass es auch hier deutlich mehr Frösche als Menschen gibt! Ich laufe noch immer in kurzer Hose aber mit Langamshirt und Liwa-Jacke mit abgezippten Ärmeln. Ich bin angenehm temperiert, schwitze kaum und alles in meinem Körper fühlt sich gut an. Nächster offizieller VP „Zollhaus Heide“, km85,5 – wieder laufe ich vorbei – diesmal rufen Anett und Fossi mir hinterher… Salzstangen, KUCHEN mit Zuckerguss (!) und Malzbier sind bei mir angesagt. Kartoffeln schmecken nicht mehr.  Handy aufladen, Beine flachlegen. Mir wird plötzlich kalt, ich decke mich zu. Schnell weiter! Nach einer ¼ Std bin ich wieder angenehm temperiert. Ich bin erleichtert, dass mein Körper noch genug Energie hat. Kurz darauf fängt mein Bauch an zu zwicken. Au weh, das fehlte noch! Ich schiebe es auf das Malzbier, denn es war nicht das original Vitalmalz und schmeckte irgendwie anders, mit komischem Nachgeschmack. Mein Bauch wird hart und auf Druck schmerzempfindlich. Das Atmen wird schwerer.

Mittlerweile ist die Sonne aufgegangen. Das Laufen ist jetzt langsamer aber noch ganz OK als ich bei km105 beim offiziellen VP „Wat läuft“ ankomme. Nichts macht mich wirklich zum Essen an. Jemand bietet mir Kaffee an – innerlich verdrehe ich die Augen, sage aber freundlich und mit einem Lächeln „nein, danke“. Ich zwinge zwei Stücke Kuchen mit Zuckerguss hinunter, denn ich spüre, dass mein Energie-Tank sonst bald leer ist. Mein Magen hat sich etwas gebessert. Er ist noch immer hart und druckempfindlich, zwickt aber nicht mehr beim Laufen.
Noch immer am VP: Ha, ha, da kommt einer, den hatte ich vorhin überholt, der sieht aus wie der Nikolaus in kurzen Hosen – huch, der ist ja bei den 230km-Läufern und nur unwesentlich langsamer als ich – Respekt!!! Auf los, weiter! Noch 6km, dann kann ich mich bei Anett und Fossi etwas hinlegen. Die Sprach-Navigation der Komoot-Wander-app hat mich super durch die Nacht gebracht: „… nächste Möglichkeit rechts abbiegen, … in 30m rechts abbiegen, … jetzt rechts abbiegen“. Habe mich nie verlaufen und musste fast nie schauen, ob ich auf dem Track bin – Klasse – großes Lob!

Bei km110,68 gibt meine Polar-Uhr den Geist auf. Akku leer. Egal! Das Handy hat noch 13%, das ist wichtiger. Reine Laufzeit ohne Pausen bis jetzt 11h35min44sec. Als ich bei Anett und Fossi ankomme, sind es 111,7km. Mensch tut das Hinliegen gut. Ich gönne mir zwei extra-Minuten. Die Uhr lasse ich beim Auto zum Aufladen. Ein Haferriegel schmeckt leidlich, Salzkartoffeln sind bäääh, aber Isostar und Wasser mit Salztabletten schmecken noch und das ist sehr gut. Handy hat wieder 29%. Weiter. Oh Mann – was ist jetzt los?!? Ich komme kaum von der Stelle! Dass ich nach einer Pause so langsam anlaufe wie ein langer Güterzug weiß ich mittlerweile, aber jetzt krieche ich dahin wie eine eingerostete Schnecke: Erster km 8:09min, zweiter km es wird besser 6:58min, dritter km: Glück gehabt, es passt wieder 6:27min. Lessons learned: Bis zum Ziel auf keinen Fall mehr hinlegen (!!!), sonst kriege ich das vielleicht nicht mehr unter Kontrolle und mein Finish gerät in Gefahr!!!

Km119,6: Offizieller VP „Nur noch ein Marathon“. Nichts schmeckt mehr. Mein Magen weigert sich vehement was reinzulassen. Appetit gleich Null. Jemand textet mich zu „… wie toll Melone ist …“. Also gut, macht mich zwar überhaupt nicht an, aber ich probiere es. Mein Bauch ist steinhart und schmerzt bei leichtester Berührung, aber er zwickt nicht mehr beim Laufen. D.h. mein Magen hat sich etwas beruhigt.  Ich merke seit einiger Zeit jedoch wie die Zwerchfellatmung wegen der Verspannung nicht mehr so viel Luft bringt. Aber ich wage einen Versuch: Also ein Biss in die Wassermelone – kauen – warten – noch ein Biss. Hmmm, schmeckt besser als erwartet. Das Stück Melone ist schnell weg. Es folgen noch drei weitere… Und dann geschieht etwas Unglaubliches: Ich merke, wie alle meine Sinne wieder voll hochfahren – wie ein PC der bootet! Mein harter Bauch entspannt sich wie durch Zauberei – ich kann wieder voll und tief durchatmen. Die Beine haben deutlich mehr Power als zuvor. Was für ein Gefühl. Ich bin wieder voll da und fühle mich wie neu geboren. Wow, was für eine Wandlung – Wassermelone!!! Auf Nachfrage bekommen wir so viel Melone zum Mitnehmen wie wir wollen für die nachfolgenden VPs in Eigenregie. Meine Polar-Uhr bekomme ich gerade wieder. Bin knapp 10km ohne sie gelaufen. Akku 75%, das reicht locker bis ins Ziel.

Und weiter. Anlaufen wieder mühsam, aber OK. Hatte mich nicht mehr hingesetzt. Ein Mann ca. 35 Jahre aus der 230km-Gruppe, den ich gerade überhole ruft mir nach, ob ich Infos zu meiner Platzierung wissen möchte. Hmmm, ist mir eigentlich egal, aber ich sage ja, warte und gehe ein Stück mit ihm. Er meint, ich sei aktuell zweiter bei den 100 Meilen. Ich weiß nicht, ob ich ihm glauben soll. Klar, mich hat außer an den VPs nie jemand auf der Strecke überholt, aber zweiter??? Ob das stimmt? Woher will der das so genau wissen? Was solls, erst mal ins Ziel kommen – dort wird abgerechnet. Kurze Zeit später, verflixt, ich bekomme plötzlich heftige Krämpfe an den Innenseiten beider Oberschenkel. Laufen ist „mission impossible“, gehen ist OK! Ich denke mir, dass es vielleicht noch einen Moment braucht, bis die Mineralstoffe und der Zucker aus der Melone überall im Körper ankommen und probiere nach 5min Gehen wieder anzulaufen. Erst langsam und vorsichtig, dann schneller bis sich die Geschwindigkeit bei 6:30min einpendelt. Alles wieder gut. Bauch gut. Atmung gut. Kraft da. Nicht mehr taufrisch, aber ganz OK. Anett meint: „Alle die ich sehe humpeln oder gehen. Keiner joggt mehr. Bei Dir sieht es dagegen noch recht flüssig aus.“ Fühlt sich bei mir zwar nicht mehr flüssig an, aber das motiviert und gibt mir zusätzlich Antrieb!

Es folgt ein weiterer Kurzaufenthalt am eigenen VP mit Melone und Handy-Akku laden, er ist jetzt ständig kritisch niedrig. Dann der letzte offizielle VP, noch 23km bis zum Ziel. Also: Melone essen + viel Melone einpacken. Und weiter. Mist, vergessen Handy-Akku zu laden. Hoffentlich geht das gut. Bis zum Ziel will ich nun alle 6-8km einen „Melonenstopp“ zu machen, damit die Energie nicht ausgeht. Zwischendurch musste ich schon 1x einen Notstopp machen wegen Energiemangel, aber Melone hat geholfen. Seitdem jogge ich mit Stöcken. Mittlerweile regnet es kräftig überall bilden sich Pfützen. Der starke Regen lässt bald nach, jetzt regnet es nur leicht, ich laufe mit Regenjacke. Mir ist angenehm warm – alles gut.

Dann der GAU: Mein Handy geht aus. Akku leer. 20km vor dem Ziel. Ich bin mitten in der Pampa und habe keine Navigation mehr. Ich stehe Wort wörtlich im Regen, bin auf offenem Gelände und kann weit sehen. Vor mir und hinter mir ist weit und breit kein anderer Läufer. Was mache ich jetzt? Ab und zu sehe ich Spaziergänger. Warte ich bis irgendjemand kommt, um ihn zu bitten Anett anzurufen? Aber ich weiß Anett ihre Handy-Nr nicht auswendig?! Ich kann sie zwar über ein paar Ecken rauskriegen, aber das braucht Zeit… Soll ich warten bis ein anderer Läufer kommt und meinen Zeitvorsprung hergeben? Ich entschließe mich weiterzulaufen. Markierungen „Ruhrtalradweg“ sehe ich keine. Und es gibt aber immer wieder Weggabelungen. Ich muss einige links-rechts-geradeaus-Entscheidungen treffen. Ein bisschen kann ich aus dem Kopf markante Wegstücke aus dem GPS-Track rekonstruieren. Die dann in meiner Umgebung zu identifizieren braucht zwar einige Zeit und ich komme nur langsam voran, aber ich glaube, dass ich auf dem richtigen Weg bin. Dann, gefühlt eine Ewigkeit, tatsächlich nur ca. 40min später, sehe ich in der Ferne mitten auf einer großen Brücke einen Radfahrer und es sieht so aus, als ob ein Jogger bei ihm ist. Das hieße TTdR-Läufer mit Radbegleitung. Ich schöpfe wieder Hoffnung. Von mir bis zum Anfang der Brücke sind es 1 - 1,5km, d.h. knapp 15min. Es gibt zwar wieder einige gleichwertige Abzweigungen, aber jetzt ist klar wo ich hin will. Wenn meine Route auf diese Brücke führt, dann ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass Anett und Fossi dort auf mich warten. Entfernungsmäßig würde es auch passen seit dem letzten VP. Ich laufe wieder los und bete, dass sie dort sind. Mist, kurz vor der Brücke zweigt der Ruhrtalradweg ab und führt nicht nach oben. Ich entschließe mich dennoch die letzten 300m mit Kurven zur Brücke hochzugehen. Und tatsächlich: Jackpot – sie sind da! Jippi!!! Ich habe mich nicht verlaufen. Also Handy aufladen, Melone essen. Weiter! He halt – das Handy hat gar nicht geladen?!? Warum das? Neuer Ladeversuch an anderer Steckdose im Auto. Jetzt lädt es. Nochmal 15min warten. Mittlerweile sind natürlich einige Leute an mir vorbei. Mist! So, Handy hat 13%, das muss reichen. Los! Mist, das Handy lässt sich nicht richtig starten. Total entnervt fluche ich umher und frage Anett ob sie das vielleicht hinkriegt. Und ja, nach 1-2 Minuten bekommt sie es zum Laufen. Und wieder laufen zwei Leute an mir vorbei… Jetzt aber los. Noch 14km bis zum Ziel. Gefühlt bin ich Ewigkeiten wartend herumgestanden. Mein Anlaufen ist entsprechend. Nicht mehr der anfahrende Güterzug, sondern die eingerostete Schnecke. Egal. Nach 200-300m schaffe ich es wieder langsam zu joggen. Aber ich mache jetzt zum ersten Mal bewusst Gehpausen. Auf den letzten km lege ich nochmal ein bisschen zu und überhole nach und nach wieder alle, die mich zuvor bei meinen Handy-Problemen überholt hatten. Und zum ersten Mal sehe ich das Ziel. Vielleicht noch 2km auf dem Damm. Ich laufe wieder um die 6:30 min/km. Dann bin ich am Ziel! Am Rheinorange. Ein Schrei kommt aus meiner Kehle und meine Faust hämmert gegen diesen orangefarbenen Stahlkoloss: „Jaaaa! Ich habs geschafft!“ Ich bin zwar ausgepowert aber überglücklich.

Ende:
Der Organisator Jens Witzel will meine Startnummer sehen und notiert sie auf seinem Tablet. Er schaut in eine Liste, wartet, ich auch, lächelt und sagt dann: „Gratuliere, Sie sind dritter über 100 Meilen. Haben Sie heute Abend schon was vor? Ich würde mich freuen, wenn wir uns bei der Siegerehrung sehen!“ Wie??? Ich Dritter? Ja! Ich bin geplättet. Was für ein Lauf! Was für ein Ergebnis! Diese 21h47min mit ihren Hochs und Tiefs werde ich nie mehr vergessen.

 

erstellt von Uli Maier

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