Moutainman Trailrun in Nesselwang
  18.10.2020

Zur großen Freude der LIWA-Trailrunner gab es doch noch die Möglichkeit an einen offiziellen Wettkampf teilzunehmen. Dank eines sehr durchdachten Hygienekonzepts bekamen die  Organisatoren der sogenannten Mountainman Trailrun Serie, die Veranstaltung am 17. Oktober im Allgäu genehmigt.
Zur Auswahl standen mehrere Distanzen und Schwierigkeitsgrade, die sich zeitmäßig über das ganze Wochenende hin verteilten. Eine Handvoll der Lichtenwalder Trailrunner wollte wenigstens einmal in diesem Jahr an die eigenen Grenzen gehen. Oliver Hees, Wolfgang Hohlbauch, Leander Schade und Kalle Dravec entschieden sich für die XL-Runde mit 42 km und 2.800 hm und Michaela Rahm nahm  die L-Runde mit 30 km und 1.800 hm in Angriff. Wenige Tage vor dem Event mussten die Veranstalter die XL-Strecke, die auch ein paar Kilometer durch österreichisches Gebiet führen sollte so umplanen, dass nur auf deutschem Gelände gelaufen wurde. Damit kürzte sich die Distanz auf 39km und 2.600 hm. Egal, das war dann auch so noch ein richtiges Brett.
Am Start herrschten Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt und das Terrain war durch den tagelangen Regen und Schneefall im Vorfeld mehr als nur gut aufgeweicht. Die Strecken führte über den Wasserfallweg und dem Wurzelweg hoch bis zur Alpsitz auf 1.575 m Höhe. Es folgten sehr herausfordernde Trails bis rüber zur Reuterwanne. Da ab ca. 1.200 m Höhe auch Schnee lag, bekam man kaum noch ausreichend Grip unter die Schuhe. Ausrutscher und leichtere Stürze blieben nicht aus. Schade, dass es nahezu durchgehend dicht bewölkt blieb, denn so blieben den Läufern nach den kräftezehrenden Aufstiegen leider die genussvollen Aussichten über die Alpenwelt verwehrt. Aber man musste sich ja eh ständig voll auf die nächsten Schritte konzentrieren.  Der einzig durchgehend flache Abschnitt führte über 2 Kilometer am Ufer des Grüntensee entlang. Während es für die Läufer der L-Strecke auf Höhe Nesselwang wieder zurück ins Ziel ging, mussten die XL-Trailrunner nochmal den bis dahin total vermatschten Anstieg über den Wurzelweg hoch bis kurz unter die Alpsitz in Angriff nehmen. Es war im wahrsten Sinne des Wortes eine ordentliche „Schlammschlacht“. Aber genau das macht das Trail Running ja aus. Staubig war es in diesem Jahr schon lange genug.

Alle Lichtenwalder Läufer kamen zwar ordentlich verschwitzt und verdreckt, aber ohne größere Blessuren im Ziel an. Michaela belegte auf der L-Distanz nach 5:45 Stunden den 42. Rang bei den Frauen. Wolfgang und Kalle benötigten für die XL-Runde jeweils 5:52 Std. und platzierten sich auf den Rängen 24. u. 25.. Oli wurde nach 6:43 Std. auf Platz 69 und Leander schließlich nach 7:30 Std. als 93. der Rangliste gewertet. Wegen des Hygienekonzepts konnte man sich direkt danach nirgendwo duschen und auch nur wieder auf dem Parkplatz umziehen. Das war dann auch nochmal eine Herausforderung bis man endlich wieder daheim angekommen war.
 


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