Drei-Talsperren-Marathon in Eibenstock (Erzgebirge)
  25.09.2020

Aus dem Erzgebirge berichtet Armin Storz:

Wie im Jahr 2019 zog es ein paar LIWA- Läufer/innen ins Erzgebirge. Trotz Corona, stand hier am 19.09.2020 eine der wenigen Marathonveranstaltungen im Jahr 2020 auf dem Programm, die noch nicht abgesagt war. Von dieser Stelle aus nochmal die Gratulation an den Veranstalter, der sich mit einem guten Hygienekonzept den Widrigkeiten stellte. So ging es für die Läufer/innen (Marathon) Bernd Göhner, Walter Krohn, Petra Jaeger, Armin Storz, (Halbmarathon) Jens Jäger, Ramona Storz am 18.09.2020 ins schöne Erzgebirge. Die Sonne lachte und bescherte uns auch ein paar landschaftliche Leckerbissen an diesem Tag. Am Sonntag um 10:00 Uhr ging es für den Marathon los bzw. zur Sache. Der Name Erzgebirge sagt schon aus, das die Streckenführung mit fast 1.000 Höhenmeter kein Spaziergang werden würde. Gott sei Dank hatte uns der Wettergott an diesem Tag die optimalen Lauftemperaturen bereitgestellt. Blauer Himmel und Temperaturwerte von 14 bis 20 Grad.

Den Höhenmetern angepasst nahmen sich die LIWA Marathonis auch vor die Sache mit bedacht und Respekt anzugehen. Aber wie immer, sobald der Startschuss gefallen ist, siegt das Wettkampffieber über die Vernunft. Die ersten 1,5 km ging es leicht Bergab, bevor eine lange anhaltende erste Steigung von knapp 5 km, jeden wieder auf den Boden der Tatsachen zurückbrachte. Unser Weg führte uns nach dem Scheitelpunkt wieder steil Bergab nach Carlsfeld. In Carsfeld wurden wir von gutgelaunten Zuschauern, die einen Sonnenplatz ergattert hatten, praktisch in die nächste Steigung hinein angefeuert. Eine ca. 1 km lange Steigung forderte nochmal einiges von den Läufern, bevor auch diese mit einem Verpflegungsstand irgendwann einmal zu Ende ging. Mit knapp 910 Metern hatten wir nunmehr den höchsten Punkt der 42,195 km erreicht. Quer durchs den Wald vom Erzgebirge ging es nun wellig bis knapp zum km 11, wo wir den auf die erste Staumauer einbogen. Wir hatten die Talsperre Carlsfeld erreicht. Hier wurden wir mit einem wunderschönen Ausblick belohnt, den wir auch reichlich genossen und dabei auch ein paar schöne Bilder machen konnte. Weiter ging es auf gleicher Höhe aber sehr wellig weiter, bevor es nach dem km 16 steil Bergab ging nach Wildental bei km 18. Hier wurden die leeren Kohlehydratspeicher wieder aufgefüllt, sprich wir kamen an einen weiteren Verpflegungsstand. Hier sollte man noch erwähnen, dass es eine Freude war sich an den VP`s verwöhnen zu lassen. Die ehrenamtlichen Helfer waren allesamt sehr freundlich und sehr, sehr bemüht um uns Läufer. Nun stand die nächste Steigung an. Bis zum km 22 schraubte sich die Strecke wieder fast auf 900 Höhenmeter nach oben, bevor es auf den nächsten 3 km Bergab ging bis zur zweiten Staumauer, die Talsperre Sosa war bei km 25 erreicht. Wieder genossen wir den herrlichen Ausblick und machten einen kleinen Fotostopp. Die Strecke führte uns nunmehr immer leicht Bergab über Neidhardstahl bis zum tiefsten Punkt der Strecke bei km 36, der auf einer Höhe von 470 Metern lag. Über einen weiteren VP ging es auf einer gesperrten Landstraße dem letzten Hindernis entgegen. Die Besonderheit dieses Marathons lag daran, sich die Kräfte gut einzuteilen, denn die letzten 6 Kilometer hatten es nochmal in sich. Wir kämpften uns wieder ein paar hundert Höhenmeter nach oben, bis wir bei km 37,2 die letzte Talsperre querten, die Talsperre Eibenstock. Danach noch eine knackige Steigung bevor es nach einem weiteren Kilometer zum Schlussanstieg ging. Dieser führte uns weiter nach oben bis endlich ca. 600m vor dem Ziel ein leichtes Gefälle, die körperliche Anspannung schwinden lies. Wir 4 Marathonis waren bis km 38 so ziemlich zusammen. Mal war einer 500 m weiter vorne mal waren wir wieder zusammen, wie gesagt bis km 38. Dann kam der Schlussanstieg. Hier konnten sich die Petra und Armin absetzten und ihr eingeschlagenes Tempo durchziehen. Zum Schluss kamen alle vier in einer Zeitspanne von knapp 10 Minuten hintereinander ins Ziel. Für dieses Höhenprofiel waren Petra und Armin mit 04:06:xx, Walter mit 04:08:xx und der Bernd mit 04:14:xx sehr zufrieden.

Unsere beiden Halbmarathonis die Ramona und Jens starteten erst um 13:00 Uhr. Beide hatten gemischte Gefühle vor dem Start, da beide noch angeschlagen waren. Jens war fast zwei Jahre lang immer wieder Verletzt und die Ramona kämpfte mit einer schmerzenden Hüfte. Beide mussten über 21,1 schwere Kilometer, die ähnlich verliefen wie der Marathon, also ein knackiges Höhnprofil aufwiesen. Hierbei konnte Jens unerwartet wieder an alte Leistungen anknüpfen indem er die 21,1 km in 01:44:xx absolvierte. Die Ramona hätte ihre Zeit von 2019 mit 02:30:xx bestätigt, wenn sie auf den letzten 2 Kilometern nicht eine junge total erschöpfte Läuferin mit im Schlepptau gehabt hätte. Aber was soll`s, so waren es 3 Minuten später, aber neben ihr lief ein überglücklich lächelndes junges Mädel über die Ziellinie ihres ersten Berg- Halbmarathons. Alles in allem war es wieder ein wunderschönes Wochenende im Erzgebirge und wir freuen uns schon auf das Jahr 2021, hoffentlich ohne Corona- Einschränkungen.